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Entgeltumwandlung

Mit der Planung der Lebensphase als Rentnerin oder Rentner geht es oft auch um die Auszahlung der freiwilligen Altersversorgung. Während der Ansparphase wurde ein bestimmter Betrag aus dem Bruttoeinkommen umgewandelt. Dieser Betrag wird vom Brutto einbehalten und in Form der betrieblichen Altersversorgung steuer- und sozialversicherungsfrei eingezahlt. 
 
Die Auszahlung erfolgt, wenn der Mitarbeiter in den Ruhestand geht. Ebenso die Versteuerung (nachgelagerte Besteuerung). Mit dem GKV-Modernisierungsgesetz (2004) gilt der volle Beitragssatz in der gesetzlichen Krankenversicherung. Die zu zahlenden Steuern sind im Ruhestand in der Regel deutlich geringer. Steuerberater, Beratungsstellen des Finanzamtes und Lohnsteuerhilfevereine helfen optimieren: Renten- oder Kapitalauszahlung. Hier gilt: erst informieren, dann entscheiden. 

Durch das Gesetz zur Modernisierung der gesetzlichen Krankenversicherung wurde
§ 248 SGB V mit Wirkung vom 01.01.2004 an dahingehend geändert, dass der volle allgemeine Beitragssatz für die Bemessung der Beiträge aus Versorgungsbezügen maßgebend ist.

Versicherungspflichtige und freiwillige Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung, die neben ihrem Arbeitsentgelt oder der Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung noch eine Pension oder eine Leistung aus einer betrieblichen Altersversorgung (insbesondere Betriebsrente) erhalten, müssen aus diesen Versorgungsbezügen Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge zahlen, wenn diese Bezüge 124,25 EUR im Monat (2008) übersteigen.

Dies gilt seit 01.01.2004 generell unabhängig davon, ob diese Versorgungsbezüge als ein-malige Kapitalleistung oder als monatliche Rente gezahlt werden. Damit werden auch alle Auszahlungen aus betrieblichen Direktversicherungen beitragspflichtig, unabhängig davon, ob die Beiträge vom Arbeitgeber oder Arbeitnehmer gezahlt wurden. Ausnahme: Personen mit privater Krankenversicherung.

Bei Versorgungsbezügen, die als Kapitalleistung gezahlt werden, gilt 1/120 der Kapitalleistung als monatlicher beitragspflichtiger Zahlbetrag, d.h. der Beitrag der Kapitalleistung wird zehn Jahre lang umgelegt. Stirbt der versicherungspflichtige Rentner während des Zehnjahreszeitraumes, endet die Beitragspflicht mit diesem Zeitpunkt, sie geht nicht auf die Erben über.

Zu weiteren Einzelheiten vgl. Rundschreiben der Spitzenverbände der gesetzlichen
Kranken-versicherung zur Durchführung des GKV-Modernisierungsgesetz vom 12.
Februar 2004, ins-besondere Seite 11 bis 13.